Wetter

Bei Kollision besteht Lebensgefahr

Die ersten herbstlichen Winde haben in Thüringen bereits die Drachensaison eröffnet. Bei allem Spaß, den die lustigen bunten Papiervögel bringen, kommt es leider jährlich immer wieder zu Unfällen mit Hochspannungsleitungen.
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In den letzten Jahren verfingen sich in Thüringen mehrere Drachen in Hoch- bzw. Mittelspannungsleitungen. In einem Fall hatten Kinder sogar versucht, Ihren Papierflieger wieder aus der Leitung zu ziehen, wobei ihnen lediglich aufgrund glücklicher Umstände nichts passierte.

Vor diesem weisen wir darauf hin, Drachen nicht in der Nähe von Stromleitungen aufsteigen zu lassen. Dort besteht akute Lebensgefahr durch Lichtbogen oder Stromschlag bei Spannungen bis 380.000 Volt. Dabei ist noch nicht einmal ein Berühren der Leitung nötig. Aus diesem Grund muß ein Sicherheitsabstand von mindestens 600 Metern von Freileitungen, Umspannanlagen und Verkehrswegen eingehalten werden. Dies entspricht etwa einer Länge von 5 bis 6 Fußballfeldern.

Bei Gewitter, auf Flughäfen, in Naturreservaten und Biotopen ist das Drachensteigen ganz verboten.

Keinesfalls darf das Drachengerüst aus Leichtmetallstreben bestehen. Auch die Drachenschnur, die nicht länger als 100 Meter sein sollte, darf kein Metall enthalten und nicht aus einem saugfähigen Material sein, denn Feuchtigkeit ist ein guter Stromleiter.

Sollte sich dennoch einmal ein Drachen verfliegen und sich in einer Freileitung verfangen, dann auf keinen Fall eigene Maßnahmen zum Entfernen des Drachens ergreifen. Am besten gleich die Schnur loslassen, das Gefahrengebiet schnell verlassen und sofort den Störungsdienst der TEAG Thüringer Energie AG unter der Rufnummer 03 61 / 65 20 oder die Polizei alarmieren.