Katzenhalter sollten rechtzeitig ihre Tiere kastrieren lassen, um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden
Medieninformation
Oberste Tierschutzbehörde begrüßt Aufruf der Bundestierärztekammer
Sobald sich der Frühling ankündigt, wird es für die Halter von Katzen allerhöchste Zeit, darüber nachzudenken, wie sie eine ungeplante Vermehrung ihrer Tiere verhindern wollen. Für alle Katzen und Kater, die sich in der Stadt oder im ländlichen Bereich ungehindert bewegen, empfiehlt die Bundestierärztekammer in ihrem heutigen Aufruf dafür die Kastration. Diesem Aufruf schließt sich das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit als oberste Tierschutzbehörde des Freistaates ausdrücklich an.
Ein verantwortungsbewusster Züchter paart seine Katze gezielt an und hat vor der geplanten Trächtigkeit bereits feste Abnehmer für die Kätzchen. Andernfalls ist damit zu rechnen, dass die Kätzchen über kurz oder lang in einem Tierheim landen oder einfach ausgesetzt werden. Ausgesetzte junge Katzen sind häufig unterernährt, leiden unter Wurmbefall und verenden an Infektionskrankheiten.
Experten der Abteilung Tierschutz im Sozialministerium weisen darauf hin, dass kastrierte Katzen und Kater weniger durch den Straßenverkehr gefährdet sind, weil sie nicht mehr so stark den Drang verspüren, weite Wanderungen zu unternehmen. Die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt der Kastration sollte individuell mit einem Tierarzt nach Untersuchung des Tieres festgelegt werden. Die Kosten einer Kastration hängen dabei u. a. vom Geschlecht des Tieres, der Narkosetechnik sowie zusätzlichen Untersuchungen und Maßnahmen ab. Da Katzen heute ein Lebensalter von 17 bis 20 Jahren erreichen, stellt die Kastration eine sinnvolle, langfristige Investition dar.
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Redakteur: Heiko Kipka