Das Suchthilfe-Zentrum S13: Hier bekommt man Hilfe!
Das S13 vom Schulzenweg aus gesehen. In diesem Gebäude befinden
sich die Therapie- und Beratungsräume sowie in den oberen Etagen die
Wohn- und Gemeinschaftsräume der Wohngemeinschaft.
Im Hof hinter dem Gebäude steht das sog. Gartenhaus, in dem sich das
„Café Bohne“ sowie ein weiterer Therapieraum befindet. Hier treffen
sich auch die Selbsthilfegruppen.
Im „Gartenhaus“ findet auch die beliebte jährliche Weihnachtsfeier statt.
Foto: Kipka
Caritasregion Mittelthüringen
Suchthilfe-Zentrum S13
Schulzenweg 13 - 99097 Erfurt
Tel. 0361 /4211925
Fax 03 61 / 4 21 19 83
Öffnungszeiten:
Mo / Mi 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr
Di / Do 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr
Sowie nach Vereinbarung!
Viele Menschen haben Probleme und oft sieht man sie ihnen gar nicht an! Wenn man sie ihnen erst ansieht,
ist es oft schon zu spät oder eine wirkungsvolle Hilfe ist dann umso schwieriger!
Das ist insbesondere bei Alkohol- und Drogenproblemen so:
Je mehr der Betroffene davon gezeichnet ist, umso weiter ist dieses Problem bereits fortgeschritten und die
verursachten Schäden, ob im physischen, psychischen oder im familiären und sozialen Bereich,
sind immer weniger oder schwerer reparabel!
Typischerweise verstärken sich die vorhandenen Probleme immer mehr und zu diesen kommen dann immer neue
noch hinzu! Um dann damit wieder fertig zu werden, ist ein immer höherer Alkohol- oder/und Drogenkonsum nötig,
zumal zunehmend nicht mehr nur die Seele sondern auch der abhängig gewordene Körper nach den genannten
Suchtmitteln verlangt, die ihn definitiv schädigen und immer mehr zerstören!
Es ist ein Teufelskreis, der auf Dauer, wird er nicht unterbrochen, zur physischen und psychischen
Zerstörung des Betroffenen führt!
Alkohol- und/oder Drogensüchtige kommen normalerweise ohne Hilfe überhaupt nicht mehr aus ihrer Sucht heraus.
Ein Ausstieg ist umso schwieriger, je mehr das Leben des Betroffenen davon bereits bestimmt wird sowie seine
Gesundheit davon beeinträchtigt ist und man es ihm auch äußerlich ansieht!
Je später die Hilfe kommt, desto schwieriger wird sie, und um so größer ist die Gefahr,
dass sie vergeblich ist!
Ganz entscheidend dabei ist, dass der Betroffene überhaupt die Einsicht hat,
dass er Hilfe benötigt und sich selbst auch wirklich helfen lassen will!
Ist diese Einsicht und der Wille vorhanden, besteht die schwierige Aufgabe der Helfer darin,
zu retten zu versuchen, was noch zu retten ist!
Eine entsprechende Hilfe muss allumfassend, also ganzheitlich sein!
Der Betroffene ist durch seine Sucht nicht nur körperlich und geistig belastet, sondern auch sein familiäres
sowie auch sein gesellschaftliches Leben, und damit dann auch sein Alltags- und gerade auch sein Arbeitsleben,
sind stark beeinflusst oder sogar zerstört.
Denn die Sucht, selbst schon definitive Gefahr für Gesundheit und Leben überhaupt, bildet stets
auch noch das Fundament für einen Komplex von direkt oder indirekt darauf aufbauenden
Problemen verschiedenster Art!
Eine solche umfassende Hilfe muss ganz individuell und kompetent sein!
Der Betroffene muss wissen, dass ihm geholfen wird und dass man ihm damit Gutes tun möchte!
Erzielte Erfolge müssen entsprechend gewürdigt und ausgebaut werden.
Natürlich muss der Betroffene dabei auch seinen Beitrag leisten:
Die Aufgabe des Betroffenen ist es,
die ihm gebotene Hilfe anzunehmen und an seiner Hilfe aktiv mitzuarbeiten!
Leider erkennen das viele der Betroffenen nicht und alle Bemühungen und aller Aufwand waren vergebens!
Das macht die Arbeit der Helfer,
Therapeuten, Berater und aller weiteren Mitarbeiter in den entsprechenden Einrichtungen oft sehr schwierig!
Was tut das Suchthilfe-Zentrum S13?
Alkohol, illegale Drogen sowie Medikamente, die unser Empfinden beeinflussen,
gehören zum normalen alltäglichen Leben.
Aufgrund ihrer betäubenden oder euphorisierenden Wirkung werden Alkohol und/oder entsprechende Drogen
und Medikamente von immer mehr Menschen benutzt, um alle möglichen Probleme im Privat- oder Berufsleben,
verschiedene Ängste oder einfach „nur“ Einsamkeit zu bewältigen. Doch die angestrebten Wirkungen sind nur
von vorübergehender Art und bewirken auf Dauer genau das Gegenteil! Die missbräuchliche Anwendung von
Alkohol, Medikamenten und Drogen führt zwangsläufig zu:
· Verhaltens- und Wesensveränderungen,
· zwischenmenschlichen Konflikten,
· Gesundheitsschäden,
· sozialen und beruflichen Problemen,
· Konflikten mit dem Gesetz!
Auch Pathologisches Glückspiel und Essstörungen
können oben genannte Folgen haben, wenn sie Suchtcharakter annehmen!
Der übermäßige (missbräuchliche) Gebrauch der angegebenen Suchtstoffe Alkohol, Medikamente oder illegale
Drogen kann in eine Abhängigkeit führen, ebenso wie bestimmte Essprobleme und Pathologisches Spielen!
Abhängigkeit ist eine „Krankheit"! Diese Krankheit kann einen solchen Grad erreichen, dass sich der/die Betroffene
ohne fremde Hilfe nicht mehr davon lösen kann. Hierbei können die Information und der sachkundige Rat durch
geschulte Fachleute eine wertvolle Unterstützung sein.
Das offene Gespräch hat sich als das wirksamste Hilfsmittel erwiesen!
Möglichkeiten der Hilfe:
Der persönliche Weg aus einer Abhängigkeit wird durch Beratung und Behandlung unterstützt.
Es ist nicht immer leicht, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Oft erschwert oder verzögert sich dieser
Weg durch die lange fehlende Einsicht in die eigene Problematik oder deren Verdrängen.
Auch verlängern die vergeblichen Versuche, sich selbst von der Abhängigkeit zu befreien,
die damit verbundenen Leiden für die Betroffenen und ihre Angehörigen oftmals um Jahre.
Je früher eine Beratung und Behandlung angestrebt wird, desto günstiger ist die Möglichkeit
einer erfolgreichen Problemlösung!
Der erste Schritt ist die Kontaktaufnahme mit der Beratungs- und Behandlungsstelle. In einem vertraulichen und
persönlichen Gespräch mit einem(r) Berater(in) werden dann alle Fragen zur Suchtproblematik besprochen und
gegebenenfalls Behandlungswege gemeinsam erarbeitet.
Dazu wird auch in Angebote stationärer und ambulanter Behandlung vermittelt.
Eine solche Beratungsstelle ist das Suchhilfe-Zentrum S13!
In dieser Beratungsstelle in Erfurt - Melchendorf, die sich in der Nähe des Melchendorfer Marktes in ruhiger Lage
befindet und gut mit Straßenbahn oder PKW erreichbar ist, bekommt man die genannte Hilfe!
Die fachlich und menschlich kompetenten Mitarbeiter dieser Einrichtung geben dem Betroffenen wertvolle
therapeutische und organisatorische Hilfe, begleiten ihn bis zu einer möglichen stationären Therapie und lange
darüber hinaus, sind ihm in allen möglichen Lebensfragen mit Rat und Tat behilflich.
Durch die langfristige Betreuung durch das geschulte Personal werden dem Betroffenen Sicherheit und Geborgenheit
gegeben. Verloren gegangene soziale Kontakte können hier wieder aufgebaut werden, z. B. im „Café Bohne“.
Die Angebote gelten für alle Betroffenen,
ebenso wie für die Angehörigen, Partner und Partnerinnen, Freunde, Vorgesetzte und sonstige
Bezugspersonen:
· Gespräche, Information und Beratung bei allen Fragen,
in Form von Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppengesprächen,
· Vorbereitung auf ambulante oder stationäre Behandlung,
· Vermittlung von Hilfen, Zusammenarbeit mit anderen sozialen Einrichtungen,
· Nachsorgetherapie in Einzel- und Gruppengesprächen,
· Motivationsgruppe,
· Beratung und Akuthilfe bei Suchtproblemen im Tagestreff, Regierungstrasse 55,
. Online-Suchtberatung (www.beratung-caritas.de)
Darüber hinaus bietet das S13:
· Ambulant betreutes Wohnen in einer Wohngemeinschaft direkt im Haus und im eigenen Wohnraum,
· Sucht-Ohrakupunktur in wöchentlichen Sitzungen,
· Beratung und Seminarangebote bei Führerscheinverlust,
· Selbsthilfearbeit durch individuelle und Gruppengespräche,
· Kreativ- und Freizeitangebote,
· Beliebtes Tagescafé „Café Bohne“, das als Selbsthilfecafé von Betroffenen geführt wird und in dem
man sich über alle möglichen Dinge des Lebens bei Kaffee und Kuchen austauschen und andere Betroffene
kennen lernen kann.
Das „Café Bohne“ hat dienstags und samstags jeweils von 15 – 18 Uhr geöffnet.
Neben Stammgästen kehren auch regelmäßig stationäre Patienten der Suchtstation des Katholischen
Krankenhauses sowie immer wieder neue Gäste hier ein.
Gerade zu den Stammgästen kann man schnell Kontakte aufbauen. Solche regelmäßigen Kontakte, die oft auch über
das „Café Bohne“ hinaus gehen, können verlorene oder aufgegebene frühere soziale Kontakte ersetzen und man kann
sich wieder einer Gemeinschaft zugehörig fühlen.
Jeder Betroffene hat ein Recht auf Hilfe!
Hilfe kann nur erfolgen, wenn der oder die Ratsuchende es selber möchte und selbst die Initiative
ergreift sowie aktiv bei Beratung und Behandlung mitwirkt!
In die Beratung und Behandlung des Betroffenen werden die Bezugspersonen aus dem privaten
und familiären Umfeld mit einbezogen.
Eine aktive Beteiligung ist für diese Bezugspersonen auch von großem Nutzen, da sie im alltäglichen
Leben von der Sucht ebenfalls betroffen sind und deren Leben davon beeinflusst wird.
Es kommt deshalb oft zu einer Co-Abhängigkeit!
Hierbei ist dann auch für die Bezugspersonen eine kompetente Beratung nützlich oder notwendig!
Selbstverständlich gelten Schweigepflicht und Datenschutz!